Schlafen Sie sich fit – Tipps für erholsamen Schlaf

Schlafen Sie sich fit – Tipps für erholsamen Schlaf

Schlafentzug war ein Folterinstrument
Etwa ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir, denn Schlaf ist für Körper und Psyche absolut notwendig. Nicht umsonst gilt Schlafentzug als grausames Folterinstrument. Obwohl wir soviel Zeit mit dem Schlafen verbringen, ist diese Zeit natürlich absolut keine Zeitverschwendung, im Gegenteil: Es macht Sinn, dem Schlaf besondere Bedeutung in unserem Leben zu geben. Auf psychischer Ebene können wir Eindrücke und Erlebnisse des Tages im Schlaf besser verarbeiten und in unserem Gehirn ordnen. Auf körperlicher Ebene ist ausreichend Schlaf wichtig für die Verdauung und den Stoffwechsel, er stärkt das Immunsystem und die natürlichen Abwehrzellen, und auch Stresshormone sinken in der Nacht. 
 
Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit
Dennoch haben viele Menschen ihre liebe Not mit dem Schlaf bzw. leiden unter Schlafstörungen oder sogar Schlaflosigkeit. Diese zeigen sich unter anderem durch Probleme bei Ein- oder Durchschlafen, sie wachen mehrmals in der Nacht oder zu früh oder völlig gerädert auf, kommen kaum aus dem Bett und fühlen sich auch tagsüber abgeschlagen und nicht gut erholt.
 
Auch die Ursachen sind vielfältig. Häufige Ursachen sind psychische oder körperliche Erkrankungen (Schmerzen), aber auch die Schlafhygiene spielt eine große Rolle. Unter Schlafhygiene verstehen Mediziner Lebensgewohnheiten, die einen gesunden Schlaf beeinträchtigen oder fördern. Hierzu zählen unregelmäßige Schlafenszeiten, Schichtarbeit, die Einnahme großer Mahlzeiten zum Abendessen, sehr intensiver Sport direkt vor dem Schlafengehen – und nicht zu vergessen: Stress und Sorgen im Beruf und im Privatleben. Wenn gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen werden können, überprüfen Sie ihren Schlafplatz und auch die Schlafumgebung. Störende Lichtverhältnisse, Lärm, Raumtemperatur, mangelnde Frischluft, oder eine falsche Matratze können den Schlaf stark beeinträchtigen. 
Gibt es akut einen belastenden Anlass zu Schlafstörungen, stellt dies keine Erkrankung dar, wenn diese Belastungen jedoch länger anhalten, kann können sich in Folge von Schlafstörungen jedoch sehr wohl gesundheitliche Auswirkungen ergeben. Wer mehr als einen Monat lang etwa vier Mal die Woche Schlafprobleme hat, sollte zum Arzt gehen. Bevor Sie jedoch zu Schlaftabletten greifen, gibt es einiges, was Sie selbst tun können. 
 
Tipps für erholsamen Schlaf 
  • Achten Sie auf einen gleichmäßigen Wach-Schlaf-Rhythmus, indem Sie täglich in etwa zur selben Zeit ins Bett gehen und aufstehen. 
  • Ein abgedunkeltes Zimmer und eine kühle Raumtemperatur (zwischen 16 und 19 Grad Celsius) und frische Luft. 
  • Nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen essen, keinen Alkohol oder andere stimulierende Getränke, wie Energydrinks, Kaffee oder schwarzer Tee trinken – und nicht unbedingt einen Horrorfilm anschauen.  
  • Gehen Sie aber auch nicht hungrig ins Bett. Bewährt hat sich, die letzte Mahlzeit drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen zu sich nehmen. 
  • Naturfasern bei Bettwäsche und Pyjama bevorzugen. 
  • Ebenso bei der Matratze. Hier spielt vor allem auch der Härtegrad eine große Rolle.  
  • Nach fünf bis zehn Jahren sollte die Matratze gewechselt werden, dazwischen können Bezüge gewaschen (gereinigt) werden.  
  • Regelmäßiger Sport ist auch für einen erholsamen Schlaf wichtig. Dennoch sollten einige Stunden bis zum Schlafen vergangen sein. 
  • Belastende Ereignisse, die Sie am Abend noch beschäftigen, „bearbeiten“ Sie am besten auf der Couch oder bei einem Spaziergang und nicht im Bett.  
  • Zur Entspannung eignen sich besonders ein Spaziergang, Meditationen, autogenes Training, eine Massage, warme Fußbäder, ein Entspannungsbad oder kaltwarme Wechselduschen. 
  • Wenn Sie absolut nicht einschlafen können, ist es besser Sie stehen auf, bevor Sie sich ärgern und im Bett hin und her wälzen. Machen Sie eine Entspannungstechnik bevor Sie sich wieder ins Bett legen. 
 
„Blaues Licht“
Eine weit unterschätzte Ursache für schlechten Schlaf ist „blaues Licht“. Blaues Licht signalisiert unserem Körper „wachbleiben“, wirkt wie ein Koffeineffekt und stört den Schlaf. Wer also noch im Bett vor dem Laptop oder Tablet sitzt oder unbedingt noch die eine oder andere Nachricht am Handy schreiben und lesen muss, kann später oft schlecht schlafen. Auf diese blauen Wellenlängen reagiert offenbar unser Nervensystem besonders sensibel. 
Liegt Ihr Schlafzimmer – oder gar der Kopfteil Ihres Bettes – an einer Wand, in deren Nähe der WLAN-Router platziert ist? Wenn hier eine Umplatzierung nicht möglich ist, schalten Sie unbedingt in der Nacht den WLAN-Router aus.  
 
Und: Auch die Sorge darüber, heute wieder einmal nicht ein- oder durchschlafen zu können, setzt sich unter Druck und dies kann letztendlich tatsächlich zu Schlafstörungen führen.

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