Menstruation aus ayurvedischer Sicht

Menstruation aus ayurvedischer Sicht

Ayurveda (“ Ayus“ Leben und „veda“ Wissen, Wissenschaft) kommt aus der vedischen Hochkultur in Altindien und gilt als die älteste bekannte Gesundheits- und Lebenslehre weltweit. Als Grundlage dienen die Einheit von Körper, Geist und Seele und eine gesunde Lebensführung unter Berücksichtigung von Umweltfaktoren.

Die Basis dieser „medizinischen“ Lehre bilden drei energetische Prinzipien (Doshas):

Vata: das Bewegungsprinzip

Pitta: das Feuerprinzip

Kapha: das Strukturprinzip

Diese Doshas übernehmen bestimmte Funktionen im Körper und prägen die körperlichen und geistigen Merkmale eines jeden Menschen. Sind diese Doshas im Gleichgewicht, so ist der Mensch gesund. Obwohl jeder Mensch sein individuelles Gleichgewicht von Vata, Pitta und Kapha hat, so dominieren meist ein oder zwei Doshas.

Neben einer Vielzahl von Therapiemöglichkeiten im Ayurveda sind im Westen vor allem die Massagen mit warmen Ölen bekannt geworden. Auch kennen wir hier den Öl-Stirnguss, bei dem warmes Öl langsam und in pendelnder Bewegung über Stirn und Kopf fließt. Der Öl-Stirnguss unterstützt bei der Entspannung und hilft, geistig abzuschalten und unterstützt das generelle Wohlbefinden.

DISHARMONIE IM KÖRPER

Was die „besonderen Tage der Regelblutung“ betrifft, sind im Ayurveda diese Tage tatsächlich besondere Tage, denn der Menstruationszyklus wird als eine Zeit der Reinigung, als gesundheitsfördernd angesehen und bietet die Möglichkeit zur Verjüngung und Entgiftung.

Wenn Frauen in dieser Zeit unter Beschwerden leiden, befindet sich der Körper in Disharmonie, und je nach Symptom wird dieses den jeweiligen Doshas zugeordnet, welche sich „in einem Überschuss“ befinden.

Das Thema ist etwas komplexer, daher werde ich hier nur kurz die prägnantesten Symptome und Tipps erwähnen.

VATA-Symptome(Bewegungsprinzip)
 Symptome: Kurze oder unregelmäßige Periode, Stimmungsschwankungen, Blähungen, krampfartige Kopfschmerzen
Tipps:
Nährende Speisen zu sich nehmen, aber diese sollten vor allem warm sein.
Beruhigende Tees helfen bei Krämpfen und auf Kaltes und Rohes sollte ebenso verzichtet werden, wie aufKoffein und Alkohol.
Massagen mit warmem Sesamöl helfen zu entspannen und für gute Stimmung sollen die Gewürze Triphala und Ashwagandha Wunder bewirken.
Schlaftrunk: 1 Teelöffel Ashwagandha in warmer Milch, etwas Honig.
Pitta Symptome (Feuerprinzip)
Symptome: Eher starke Periode, diese kommt meist früher. Bauchkrämpfe, unreine Haut, Gereiztheit, Hitzewallungen.
Tipps:
Scharfe Gewürze meiden, stattdessen süße und bittere Lebensmittel, Rohkost und frische Säfte wirken kühlend und es sollte
generell auf ausreichend Flüssigkeit geachtet, Hier eignen sich Minze, Basilikum, Kardamom für besonders gute Kräutertees.
 
Kapha Symptome(Strukturprinzip)

 Symptome:Antriebslosigkeit, Depression, Trägheit, Gewichtszunahme, Wassereinlagerung

Tipps:
Leichte und warme Speisen, scharf gewürzt. Auf fette und frittierte Speisen verzichten und auch auf Milchprodukte.
Bei Antriebslosigkeit mal eine Mahlzeit auslassen, so kann sich die Verdauung erholen und bei Wassereinlagerung weitgehend auf Salz verzichten.

Empfohlene Kräuter und Gewürze: Kurkuma, Zimt, Ingwer, Aloe Vera

Bitte beachten:Das ist natürlich längst nicht alles, was Ayurveda zu bieten hat. Mittlerweile gibt es bereits einige kompetente Ayurveda-Institute und vielleicht ist das eine Anregung, sich mal eine Beratung oder Behandlung zu gönnen und mehr darüber zu erfahren.

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