Bienensterben: Pestizide und der Verlust an Lebensraum

BIENENSTERBEN – EIN SEHR WICHTIGES THEMA
Unsere Honigbiene ist in Not und mit ihr auch die über 700 bei uns heimischen Wildbienenarten, zu denen auch die Hummel gehört. Denn sie benötigen Lebensraum und ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot. Wenn wir Menschen uns an blühenden Wiesen und Obstbäumen erfreuen, so tun das die Bienen auch – und noch viel mehr: Das Überleben der Bienen ist davon abhängig.
Das vermehrte Bienensterben ist bereits weltweit zum wichtigen Thema geworden. Die Ursachen sind vielschichtig und vielleicht fallen auch daher Lösungsansätze schwer.
URSACHE: MODERNE LANDWIRTSCHAFT
Als eine der größten Ursachen gilt die moderne Landwirtschaft. Durch Monokulturen und immer mehr rückläufige natürliche Flächen (allerdings auch durch die Zunahme von und Siedlungen und Verkehrsflächen) finden die Bienen immer weniger Nahrungsquellen. Einseitig angepflanzte Nutzpflanzen blühen oft nur kurz Zeit. Das restliche Jahr müssen Bienen dann oft Hunger leiden. Zum Beispiel Rapsfelder, die oft in riesigen Anbauflächen zu bewundern sind. Wenn der Raps verblüht ist, ist die gute Zeit für die Bienen vorbei und sie müssen hungern.
Aber auch in privaten Gärten oder Balkonen finden sich oft mehr Zierpflanzen und diese bieten keine Nahrung für die Bienen. Oder es gibt nicht das ganze Jahr über blühende Pflanzen, damit die Biene immer gute Nahrungsquellen finden kann.
URSACHE: SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNGSMITTEL
Aber nicht nur das. Auch der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln macht den Bienen zu schaffen. Sie gehen ihnen im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Nerven“. Das Gift beeinflusst ihr Nervensystem und ihre natürliche Orientierungsfähigkeit – sie finden nicht mehr in ihren Bienenstock zurück. Außerdem können Pestizide ihre Lebensdauer und Fortpflanzung beeinträchtigen.
„Neonicotinoide können die Gehirnprozesse der Bienen stören und ihre Kommunikation, Navigation und Pollensammelfähigkeit einschränken. Beim Einsatz der Pestizide machen die Tiere weniger Sammelflüge, weil sich ihre Orientierungsfähigkeit verschlechtert. Sie brauchen länger für ihre Rückkehr in den Bienenstock. Schon kleine Mengen von Pestiziden wirken sich auf das Nervensystem auch von Wildbienen und Hummeln aus.[1] 
Auch wenn Umweltschützer schon lange ein völliges Verbot von giftigen Substanzen fordern, konnte sich die Politik noch nicht dazu durchringen. Allerdings soll laut einer Veröffentlichung von Sven Giegold, dem Sprecher der Europagruppe der Grünen im Europaparlament, die Zulassung für das Insektengift Thiacloprid aus der Klasse der Neonikotinoide mit Ende April 2020 auslaufen[2]. Mal schauen, ob das tatsächlich auch kommt.
In einem der nächsten Blogs werden wir einige Möglichkeiten aufzeigen, wie jeder einen Beitrag leisten kann, den Bienen Nahrungsquellen und Nistplätze zur Verfügung zu stellen.

[1]Quelle: https://www.br.de/themen/wissen/bienen-bienensterben-neonicotinoide-100.html

[2]Quelle: https://sven-giegold.de/grosser-erfolg-fuer-bienen-und-gesundheit-eu-verbietet-thiacloprid/

Leave a comment

 

ZISANO

Newsletter Anmeldung

Melde Dich jetzt für unseren Newsletter an und verpasse keine News und Aktionen mehr!

Zur Werkzeugleiste springen